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Tipps - 3D Daten für Lenticular rendern

Ob mit einem 3D Programm oder einer realen Kamera, ist die Vorgehensweise zur Erstellung einer 3D Bildsequenz für Lenticular prinzipiell gleich.

1.
Setzen Sie die Kamera in die Mitte einer Schiene.
Bauen Sie Ihre Szene in dieser Position vor der Kamera auf.

Abbildung: Blick von oben auf Kamera und Modell



2.
Wenn Ihre Szene fertig eingerichtet ist, schieben Sie die Kamera auf der Schiene um 15 "Einheiten" nach links. (Mehr zu "Einheiten" finden Sie ganz unten) .

Abbildung: Startposition der Kamerafahrt (-15 Einheiten)



3.
Fahren Sie mit der Kamera jetzt - Step by Step - 30 "Einheiten" nach rechts.
Machen Sie auf jeder Position ein Rendering / ein Foto. Insgesamt also 30 Bilder.

Die Kamera schaut dabei immer geradeaus!
Sie schaut - außer im 15. Bild - NICHT! auf den Mittelpunkt Ihrer Szene




Wichtig!
Achten Sie darauf, dass die Kamerabewegung LINEAR bzw. die Schrittweite über die ganze Strecke gleichbleibend ist. Die meisten 3D Programme starten und beenden Animationen mit kleineren Steps. Sie müssen die Positionen also von Hand setzen oder bei Keyframe Animationen die Kurven anpassen.

RICHTIG



FALSCH




So sieht das Ergebnis der Berechnung (oder Fotoserie) dann aus.
Der Inhalt schiebt sich entsprechend der Kamera-Animation quer durch den Bild-Raum.



Die einzelnen Frames müssen anschließend zueinander auf ein gemeinsames Zentrum ausgerichtet werden. Hierbei wird auch endgültig festgelegt, welche Elemente vor und welche hinter der Bildebene liegen.



Zum Abschluss wird die Bildsequenz auf das Endformat beschnitten.



Details
Die Bild-Elemente bewegen sich im Vorder- und Hintergrund gegenläufig. Diese Quer-Bewegung (horizontale Parallaxe) darf ein bestimmtes Maß nicht überschreiten. Für Offsetdruck auf 62 oder 75 LPI Folie darf/sollte die maximale Auslenkung - und damit die räumliche Tiefe - im Vordergrund 8 mm und im Hintergrund 15 mm nicht überschreiten . Die Gesamt-Fahrstrecke der Kamera (und damit auch die Größe der "Einheit" von Schritt zu Schritt) ist also von der gewünschten Druckgröße abhängig. Je größer das Druckbild, umso kleiner muss die die Fahrstrecke sein. Auch die Tiefe der Szene spielt eine Rolle. Je tiefer der Bildinhalt ist, umso größer wird bei gleichbleibender Kamerafahrt die horizontale Verschiebung von Hintergrund zu Vordergrund sein. Tiefere Szenen erfordern also ebenfalls eine geringerer Weite der Kamera-Animation. Es ist schwer oder gar unmöglich allgemeine Regeln für die Geometrie solcher Aufbauten zu nennen. Es gibt zu viele Variablen. Darum empfehle ich Test- Renderings oder Fotosequenzen zu machen, an denen man überprüfen kann, ob die oben genannten Grenzwerte eingehalten sind. Korrigieren Sie Ihren Setup, bis die Bedingungen erfüllt sind.

In der Beschreibung oben gehe ich von 30 Frames aus. Dies ist nicht immer notwendig und von der verwendeten Folie und weiteren technischen Bedingungen abhängig. Zur Orientierung: 19 Frames bei 62 LPI, 15 Frames bei 75 LPI sind gute Werte. 30 Frames bei 40 LPI und 60 Frames bei 20 LPI im Digitaldruck auf Platte für sehr tiefe 3D Bilder. Bei sehr großen Formaten begrenzt die Auflösung des Druckers bzw die damit verbundene Datenmenge die Anzahl der verarbeitbaren Frames. ... bei Fragen beraten wir Sie gerne. Schicken Sie uns Ihre Testbilder zur Beurteilung.



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