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Infinity 4D

Infinity 4D ist ein Programm zur Erzeugung metallisch-kinetischer Strukturen für Lenticular. In die Strukturen können Bild-Informationen so eingebettet werden, dass sie nur mit aufgelegter passender Lenticularlinse zu erkennen sind. Infinity 4D Bilder haben - unabhängig mit welchen Farben sie gedruckt wurden - immer ein metallisches Erscheinungsbild.

So erzeugen Sie das Grundmuster

Stellen Sie LPI, Druckgröße und Repetitions ein. "Repetitions" ist eine planmäßige globale Dejustierung des Drucks relativ zur Linse und führt unter den unterschiedlichsten Einstellungen zu den unterschiedlichsten Effekten. Treffen Sie dann Ihre Farbwahl für die horizontalen und vertikalen Verläufe in den einzelnen Streifen der Struktur. Linker Mausklick wählt die eine Grenze des Verlaufs, rechter Mausklick die andere. Der Verlauf wird in den 9 Farbfeldern darunter dargestellt. Klick in eins dieser Felder ermöglicht es, diese Farbe einzeln zu bestimmen. Stellen Sie so die Farb-Eigenschaften für alle vier Ecken der Struktur ein.

Die Vorschau zeigt das Resultat.

Mit den Gleichheitszeichen rechts und links neben den Verlaufsanzeigen können Sie den entsprechenden Verlauf in eins der anderen Eckfelder übertragen.

In der Abbildung sehen Sie einen Mustersetup für eine metallisch wirkende Fläche von 20x20 cm auf 40 LPI Folie.

Download aller Daten zum "Spirale Musterprojekt"



Create

Mit dem Schalter "Create" starten Sie die Berechnung des Resultats. Drucken Sie es und legen Sie eine passende Lenticularlinse darauf. Sie werden eine homogene und in den gewählten Farben metallisch schillernde Fläche sehen. (Auf einem Monitor in seiner Wirkung natürlich nicht darstellbar.)



So sieht das Interlacing technisch aus. Jede Linse ist mit 9 Pixeln - den gewählten Verläufen entsprechend - besetzt. Links das Gesamtbild, rechts zwei Linsen aus der oberen linken Ecke.



Displacement Map

Mit dem Schalter "Displacement Map" laden Sie ein Bild, dessen Helligkeitswerte das Programm benutzt, um die Pixel des Interlacings geringfügig zu versetzen. Die Displacement Map wird quasi ins ursprünglich sehr "disziplinierte" Interlacing hinein-geprägt und erzeugt so eine Reihe komplexer visueller Effekte. Laden Sie für erste Experimente sehr unscharfe oder weichgezeichnete Bilder, um großzügige Effekte zu bekommen. Feinstrukturierte Displacement Maps führen meist zu zerrissen wirkenden Ergebnissen mit wenig Effekt und setzen Erfahrung im Umgang mit diesem Programm voraus. Displacement Maps müssen 24 Bit RGB BMP oder JPG Daten sein.

Texture Bitmap

Das Interlacing + Displacement wird mit der Texture Bitmap - sofern geladen - überlagert. Das ändert nicht den grundsätzlichen Lenticular-Effekt, macht das Bild aber "konkreter" und auch ohne aufgelegte Linse inhaltlich erkennbar. Meist ist es sinnvoll, Displacement und Texture aus der gleichen Quelle zu beziehen.



Mit aufgelegter Linse sieht das Ergebnis so aus. Die Farben wirken metallisch und verändern sich in Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel.



Dieses Bild zeigt in gefühlter Annäherung den metallischen Effekt.



Die Zoom-Ansicht zeigt die verschobenen Pixel.



Repetition

Mit dem "Repetition" Regler erzeugt das Programm auf der berechneten Bildfläche so viele Wiederholungen der Farbverläufe, wie Repetitions eingestellt sind. Im diesem Beispiel = 3 Repetitions.



Empfehlung

Optimieren Sie vor dem Druck die Bilddaten in Bezug auf Kontrast und Sättigung. Maximaler Kontrast und brillante Farben erhöhen die Wirkung erheblich.



Hier einige Beispiele für Infinity 4D Bilder.

Leider ist der Metall-Effekt auf einem Monitor nicht darstellbar, weil er auf den Farb- und Tonwert- Differenzen beruht, die vom linken und rechten Auge aufgenommen werden. Das Bild entwickelt sich erst in der 2-äugigen Wahrnehmung des Betrachters. Es ist ein nur in der Lenticulartechnik herstellbarer Effekt!



Gedruckte Sicherheit

Das Programm kodiert Bildinhalte so, dass sie nur mit aufgelegter Lenticularlinse zu erkennen sind. Machen Sie dafür die grundsätzlichen Projekteinstellungen: LPI nach Wahl, Größe nach Wahl, Repetition = 0. Erstellen Sie Ihre Farbstruktur und laden Sie eine Displacement Bitmap. Die Infinity 4D Struktur wird entsprechend der Tonwertigkeit der Displacement-Map verformt. Eine Vorschau zeigt in etwa das zu erwartende Resultat. Rendern Sie die Druckdatei ("Create" ) und drucken Sie das Bild auf Papier.



Da die Verformung der Struktur im engen Pixelbereich stattfindet, ist sie im Druckbild auf Papier ohne aufgelegte Linse speziell bei sehr hohen LPI Werten mit bloßem Auge praktisch nicht sichtbar. Erst eine aufgelegte Linse zeigt das Ergebnis.

Beispiel



Links ohne Linse, rechts mit aufgelegter Linse.