Der Quantum Superlayer erzeugt unkomplizierte, aber beeindruckende Tiefenbilder. Anstatt rechenintensive 3D-Kameramodelle zu nutzen, arbeitet Quantum mit Moiré-Kachelung: Über die exakt berechnete Wiederholung von Mustern entstehen schwebende Ebenen im Raum.
Der Vorteil: Keine komplexen Tiefenkarten nötig! Du lädst einfach deine Motive hoch, stellst ein, wie oft sie sich wiederholen sollen, und Quantum berechnet automatisch den 3D-Abstand zur Linse.
1. Basis-Gitter & Drucker
Die Grundlage deines Moiré-Bildes ist die genaue Abstimmung auf dein Linsenraster:
- Ziel-Breite & -Höhe (mm): Das Endformat deines Drucks. Mit der Funktion "Auto-Proportion" kannst du die Proportionen deines Hintergrundbildes automatisch übernehmen.
- Drucker (DPI): Die exakte physikalische Auflösung deines Druckers (z. B. 600 oder 1200 DPI).
- Linsen-Konfiguration: Wähle die Anordnung deines Folienrasters (Hexagonal, Regelmäßig, Schachbrett oder einfache Zylinderlinsen).
- Pitch X & Y (LPI): Die Linsendichte. Bei versetzten Mustern (z.B. Hexagonal) wird der Y-Pitch automatisch passend zum X-Pitch berechnet.
- Bild-Skalierung (Rendering): Bestimmt, wie deine Bilder verarbeitet werden. Interpolierend (Smooth) ist ideal für Fotos und Verläufe, Nearest Neighbor (Pixelated) hält Vektorgrafiken und scharfe Kanten perfekt sauber.
2. Ebenen-Matrix (Hinten ➔ Vorne)
Quantum baut dein Bild in Schichten auf. Du kannst den Titel jeder Ebene einfach anklicken und umbenennen, um die Übersicht zu behalten.
Bild-Typen verstehen
In jeder Ebene kannst du wählen, wie das Bild gerendert wird:
- 2D-Makrobild (Nullebene): Das Bild wird formatfüllend und flach über die gesamte Leinwand gelegt. Es hat keinen 3D-Tiefeneffekt und dient meist als Fixpunkt (Nullebene), z.B. als Hintergrund oder als starres Logo im Vordergrund.
- Moiré-Muster (Kachelung): Das Bild wird stark verkleinert und in einem feinen Raster gekachelt (wiederholt). Durch das Zusammenspiel mit dem Linsenraster entsteht eine schwebende 3D-Ebene.
Moiré-Tiefensteuerung (Nur bei Typ "Moiré")
Wenn du den Moiré-Typ wählst, blendet sich die Tiefensteuerung (Repetition-Box) ein:
- 3D-Position (Z-Achse): Wähle, ob die Ebene hinter das Bild fallen soll (Ortho / Tiefe) oder als 3D-Effekt vor der Bildfläche schweben soll (Pseudo / Pop-Out).
- Repetitionen X & Y (Motivanzahl): Dies ist das Herzstück von Quantum! Gib an, wie oft sich das Motiv unter der Folie wiederholen soll.
- Je höher die Zahl, desto stärker ist der 3D-Effekt (das Bild rückt weiter nach vorne oder tiefer nach hinten).
- Tipp: Nutze die Checkbox "Proportion beibehalten", damit deine Motive bei der Kachelung nicht verzerrt werden.
Maskierung für saubere Cutouts
Wenn du ein Motiv in den Vordergrund stellst (Vordergrund-Ebene), sollte es freigestellt sein. Du kannst dafür eine Luma/Alpha Maske (Schwarz/Weiß) hochladen. Alles was weiß ist, wird gedruckt – alles was schwarz ist, wird transparent, sodass die Ebenen dahinter sichtbar bleiben.
3. Rendering & Export
Wenn dein Setup komplett ist:
- Behalte die Speicherauslastung (MP) in den Info-Boxen im Auge. Hohe DPI-Werte und große Formate erfordern viel Rechenleistung.
- Klicke auf Moiré-Compositing rendern.
- Quantum berechnet nun alle Verrechnungen, skaliert die Bilder passend zum Linsenmuster und wendet die Masken an.
- Klicke auf Druckbild speichern (PNG). Die DPI-Zahl deines Druckers wird unsichtbar in die Datei eingebettet, sodass sie im Druckprogramm sofort in 100% Originalgröße geöffnet wird.