Lenticular Pitchtest Suite

Anleitung

Die reale physikalische Linsendichte weicht immer minimal vom Herstellerwert ab. Mit dieser Suite ermittelst du den exakten optischen Pitch für perfekte Lentikular-Bilder.

Die Software bietet dir zwei verschiedene Methoden zur Ermittlung des Pitches. Du kannst entweder den klassischen Drucktest verwenden oder einen hochauflösenden Scan deiner Folie digital analysieren lassen.

Modul 1: Der klassische Druck-Pitchtest

Diese Methode generiert ein Testmuster, das du ausdruckst und physisch unter deine Lentikularfolie legst.

1. Parameter einstellen

  • Linsen-Ausrichtung: Wähle, ob du die Folie später vertikal (für 3D) oder horizontal (für Animationen) nutzen möchtest.
  • Nomineller LPI: Trage hier den Wert ein, den der Hersteller für die Folie angibt (z.B. 40 oder 60 LPI). Dieser Wert bildet die Mitte deines Testbogens.
  • Test-Schrittweite & Anzahl: Bestimmt, in welch feinen Abstufungen die Teststreifen generiert werden (z.B. in 0.05er Schritten). Wir empfehlen eine ungerade Anzahl an Streifen (z.B. 11), damit der Nominelle LPI genau in der Mitte liegt.
  • Druckauflösung (PPI): Wichtig! Wähle exakt die PPI-Zahl deines Druckers aus. Eine falsche Angabe hier macht den gesamten Test unbrauchbar.
  • Format (cm): Gib an, wie groß das generierte Testblatt werden soll.

2. Generieren und Drucken

Klicke auf Druckvorlage generieren und lade die PNG-Datei herunter.
Druck-Regel: Öffne das Bild in Photoshop (oder einem anderen Druckprogramm) und drucke es zwingend mit 100% Skalierung (ohne Anpassung an den Seitenrand) aus.

3. Den Pitch ablesen

  1. Lege die Lentikularfolie mit der geriffelten Seite nach oben auf den Ausdruck.
  2. Nutze die durchgehende rote Referenzlinie, um die Folie absolut parallel auszurichten.
  3. Schließe ein Auge und betrachte das Bild lotrecht aus dem Betrachtungsabstand deines späteren Produkts (z. B. 60 cm).
  4. Bewege deinen Kopf leicht. Einer der Streifen wird beim Kippen komplett schlagartig schwarz (oder komplett weiß), ohne dass ein Raster wandert (Auslöschung). Der LPI-Wert, der an diesem Streifen steht, ist dein gesuchter Pitch!

Modul 2: Digitaler Scan-Analysator

Diese Profi-Methode erfordert keinen Drucktest. Sie berechnet den Pitch rein digital anhand eines Scans deiner Folie.

1. Scan vorbereiten & Hochladen

2. Den Scan analysieren

Sobald das Bild geladen ist, erscheint der Arbeitsbereich mit einer direkten 1:1 Pixel-Ansicht des Scans.

  1. Scan-Auflösung prüfen: Stelle sicher, dass hier exakt die DPI-Zahl eingetragen ist, mit der du gescannt hast (z.B. 1200).
  2. Y-Achse justieren: Nutze den Y-Slider, um die horizontale Cyan-Messlinie auf einen Bereich im Scan zu schieben, der gut erkennbare Linsenrillen aufweist.
  3. 1. Startpunkt (Offset X): Schiebe den ersten Slider so, dass der allererste magentafarbene Messpunkt exakt auf der Kante (oder in der Mitte) der ersten sichtbaren Linse ganz links sitzt.
  4. 2. Punkt-Abstand (LPI): Verändere nun den virtuellen Pitch-Slider. Beobachte, wie sich das Netz der magentafarbenen Messpunkte über das Bild ausbreitet. Justiere den Wert so lange (ggf. über die manuelle Zahleneingabe für feinste Schritte), bis jeder einzelne Messpunkt exakt auf einer Linsenkante sitzt – vom linken bis zum rechten Rand deines Scans.

3. Ergebnis ablesen

Sobald das Punktgitter perfekt synchron mit dem Muster deines Scans verläuft, hast du deinen Pitch gefunden. Die große Resultat-Box zeigt dir nun deinen exakten, physikalischen LPI-Wert an, den du in allen Interlacer-Modulen verwenden kannst.