Der Integral Superlayer ist ein hochkomplexer Compositor zur Erstellung von Integral-Fotografien (Fly's Eye / Fliegenaugen-Linsen) und Lentikularbildern. Er wandelt 2D-Ebenen mit Tiefeninformationen in echte volumetrische 3D-Druckvorlagen um.
Projekt-Verwaltung: Oben in der Toolbar kannst du dein komplettes Setup (inklusive aller Bilder und Parameter) jederzeit über 💾 Projekt speichern als .json Datei lokal sichern und später wieder laden.
1. Basis-Gitter & Drucker einstellen
Integralbilder erfordern aufgrund der linsenförmigen Struktur auf der X- und Y-Achse höchste mathematische Präzision:
- Zielgröße & Drucker (DPI): Gib die physischen Druckmaße in mm und die Auflösung deines Druckers an. Die Proportionen (Breite/Höhe) können miteinander gekoppelt werden.
- Linsen-Konfiguration: Wähle das Muster deiner Linsenfolie:
- Hexagonal: Wabenförmig versetzte Linsen (Standard für hochwertige Fly's Eye Arrays).
- Regelmäßig (versetzt): Rechteckige Linsen, die zeilenweise versetzt sind.
- Schachbrett: Jedes zweite Feld bleibt frei.
- Zylindrisch: Klassische Lentikularfolie (nur vertikale Riffelung, keine X/Y Achse).
- Pitch X & Y (LPI): Die Linsendichte. Bei hexagonalen Rastern berechnet das Tool den Y-Pitch automatisch passend zum X-Pitch. Der Wert kann überschrieben werden.
- Formränder maskieren: Schwärzt die "toten Winkel" zwischen runden oder hexagonalen Linsen, um optisches Rauschen (Ghosting) zu minimieren.
2. Justierhilfe (Kalibrierungsrahmen)
Da Integralfolien sowohl horizontal als auch vertikal perfekt auf den Druck ausgerichtet werden müssen, generiert das Tool optional einen umlaufenden Rand:
- Einfache Linien: Erzeugt horizontale Linien an den oberen/unteren Rändern und vertikale Linien an den seitlichen Rändern.
- Kreuzgitter: Überlagert den Rand komplett mit einem feinen Raster.
- Hinweis: Wenn du gerade durch die Folie auf den Rand blickst, muss er komplett schwarz (oder komplett weiß) erscheinen. Bricht die Farbe auf, liegt die Folie schief.
3. Ebenen-Matrix (Compositing)
Das 3D-Bild wird schichtweise von hinten nach vorne aufgebaut. Du kannst beliebig viele Ebenen (Layer) hinzufügen.
Die Hintergrund-Ebene (Fix)
Der Hintergrund bildet die Basis. Hier lädst du dein hinterstes Farbbild hoch. Optional kannst du eine Tiefenkarte (Graustufen) hinzufügen, um den Hintergrund in sich selbst dreidimensional zu wölben.
Vordergrund-Ebenen (+ Ebene hinzufügen)
Jede zusätzliche Ebene schwebt vor dem Hintergrund. Für jede Ebene kannst du laden:
- Farbbild (Cutout): Das eigentliche Motiv (z.B. ein freigestelltes Objekt).
- Alpha/Luma Maske: Eine optionale Schwarz/Weiß-Maske, um die Transparenz (Freistellung) des Farbbildes exakt zu steuern. Weiß = sichtbar, Schwarz = transparent.
- Tiefenkarte (Depth Map): Gibt dem flachen Objekt Volumen (Weiß = Wölbung nach vorne, Schwarz = Wölbung nach hinten).
Tiefen-Parameter (Pro Ebene)
- Max. Parallaxe (mm): Diese Einstellung steuert nicht direkt die räumliche Tiefe in Millimetern. Sie definiert vielmehr die maximale Querverschiebung (in mm) der Bildpunkte auf dem physischen Druckbogen. Erst aus dieser Verschiebung resultiert im Zusammenspiel mit der Linse die letztlich wahrgenommene räumliche Tiefe.
- Nullebene (0-255): Definiert den "Scharfpunkt" der Tiefenkarte. Ein Grauwert von 128 liegt exakt auf der Oberfläche der Folie. Werte darüber (Richtung 255/Weiß) ragen heraus, Werte darunter (Richtung 0/Schwarz) fallen in die Tiefe.
4. Volumetrie & Compositing rendern
Wenn dein Setup steht:
- Prüfe in den Info-Boxen, ob die Speicherauslastung (Megapixel) im grünen Bereich liegt. Integral-Mapping in hohen DPI-Bereichen benötigt viel Arbeitsspeicher.
- Klicke auf den Button Volumetrie & Compositing rendern.
- Die Engine verarbeitet nun Ebene für Ebene, berechnet das Subpixel-Ray-Mapping und überlagert die Alphakanäle präzise von hinten nach vorne.
- Nach Abschluss der Berechnung erscheint die Druckvorlage. Klicke auf Druckbild speichern (PNG), um die Datei inklusive hinterlegter DPI-Metadaten für den Druckertreiber herunterzuladen.