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FAQ Lenticular

Frage

We bought a few large (40 lpi motion/3d, 0,838mm x 1.219mm x 1.828mm) lenticular sheets ... We would like to use these sheet with an OCÉ Arizona 360 GT flatbed printer. The end product dimensions have to be 1040 x 1470 mm. We used the highest resolution, with one direction printing. We made the pitch tests etc. We have a job, which contains 15 phase image. When we make a normal flip effect with only two image frames, than it looks clear. But when we try to use more frames (15, or 5, or only 3) than the phases shows very strong ghost images.
 

Antwort

"Geisterbilder" entsteht immer dann, wenn die einzelne Frames eines Interlacings miteinander "vermischt" werden. Das kann durch interpolierend Skalierung in Vorstufen-Prozessen oder durch zu geringe Auflösung, bzw durch unzureichende Trennschärfe im Druck passieren. Generell ist es auch so, dass dunkle Bild-Elemente mit mehr Farbe gedruckt werden als helle Bild-Elemente. Das führt in praktisch allen Drucktechniken dazu, dass dunkle Linien nicht so fein wie helle Linien gedruckt werden können.

Sehen Sie in der ersten Abbildung ein Flip-Interlacing mit Ghosting erzeugenden Fehlern aus Vorstufenprozessen (resultierend aus der Skalierung des Interlacings auf die Druckerauflösung). Zwischen den Rot/Grün Linien bilden sich verwaschene Streifen. Zudem wird das Interlacing durch die skalierende Neuberechnung im Detail (scheinbar) unregelmäßig seitlich versetzt, was zu einer lokalen Abweichung vom optimalen Pitch führt. Beide Effekte sind dafür verantwortlich, dass es keine 100%ige Phasentrennung gibt. Das Bild hat ein leichtes Ghosting.

Oben das unverfälschte Interlacing.
Unten das auf die Druckerauflösung skalierte Interlacing.




In der zweiten Abbildung sehen Sie, dass dunkle Linien im Druck breiter dargestellt werden als helle Linien. Bei einem Flip Interlacing hat dies zur Folge, dass die dunklen Bildanteile der einen Phase mehr Raum (als die Daten vorsehen) unter der Linse beanspruchen und deswegen durch die hellen Bildanteile der anderen Phase hindurch scheinen. Auch hier gibt es also einen Ghosting Effekt.

Oben das ursprüngliche Interlacing (Datenlage)
Unten das Druckbild mit Zunahme der dunklen Streifen.





Beide Fehler zusammen führen zu einem starken Geisterbild Effekt schon bei einfachen Wechselbildern. Sehr viel stärker ist die Störung bei Wechselbildern mit mehr als zwei Phasen. Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass unter "normalen industriellen Produktionsbedingungen" Wechselbilder nur mit 2 Phasen in akzeptabler Qualität hergestellt werden können.

Tipps:
Legen Sie Daten für Wechselbilder so hoch aufgelöst an, wie es Ihr Drucker in Verbindung mit der verwendeten Folie zulässt. Bei einer 40 LPI Folie und einem 600 PPI Drucker ist das z.B. 600 / 40 = 15 Frames. In der Praxis bedeutet das für ein 2er Flip: 7 Frames für Phase #1 und 7 Frames für Phase #2. Machen Sie Wechselbilder nicht aus nur 2 Frames (1 + 1). Ein 3er Flip wäre dann: 5 x Phase #1, 5 x Phase #2, 5 x Phase #3.



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