Im Barrier
Screen Verfahren werden
die Quellbilder genau wie beim
Linsenraster Verfahren in Streifen "geschnitten" und wieder
aneinander-
gefügt. Anstelle einer Lenticularlinse wird aber ein Gitter aus
deckenden
und transparenten Streifen (schwarze Streifen auf ein transparentes
Medium gedruckt) in geringen Abstand darüber gelegt.

Bei z.B. einem Wechselbild in dieser Technik geben die transparenten
Streifen, von einer bestimmten Betrachtungsposition aus gesehen, den
Blick auf die erste Phase frei, während die schwarzen Streifen
den Blick
auf die zweite Phase verdecken. Man sieht so nur das eine/erste Bild.
Da die Streifenmaske (die Barrier Screen) ein wenig Abstand zum Druck
hat (ca 2mm = eine Bilderglas-Stärke), führt eine Positionsänderung
des
Betrachters dazu, dass die deckenden Streifen sich vor das eben gesehene
erste Bild schieben und das zweite Bild sichtbar wird.
Das Barrier Screen Verfahren eignet sich für die gleichen Effekte
wie das
Lenticular Verfahren. Da die Barrieren aber immer nur ein Frame freigeben,
während die anderen verdeckt sind, wird ein solches Bild mit
zunehmender
Menge an Frames (bei 3D sind es immerhin schon mindestens 6) immer
dunkler und
muss von hinten durchleuchtet werden.

Eine Barrier Screen Maske erzeugen Sie ganz einfach
indem Sie schwarze
und weisse Bilder miteinander interlacen.
Beispiel:
- Machen Sie normales 3D Lenticularbild aus z.B. 7 Frames.
- Lassen Sie alle Einstellungen unverändert und laden Sie in
einem zweiten
Durchgang anstelle der 7 Frames: 3 schwarze,
1 weisses und 3 schwarze
Bilder beliebiger Grösse ins Programm.
- berechnen Sie dieses Interlacebild als Barrier Screen.
Legen Sie eine Bilderglas-Scheibe (2mm) auf Ihren Druck und die Barrier
Screen,
die Sie auf transparente Folie gedruckt haben, darüber. Justieren
Sie die
Streifenmaske zum Druck und legen Sie eine weitere Glasscheibe darauf.
Betrachten Sie diesen Verbund in hellem Durchlicht.
Für ein Wechselbild mit 2 Phasen bestünde die Barrier Screen
aus einem weissen
und einem schwarzen Streifen, entsprechend den beiden Frames des Lenticular-
Bildes.
3DZ
EXtreme kann Resultatbilder in diesem Verfahren für LCD Monitore
berechnen und anzeigen. Der Montor entspricht hierbei dem Druckbild.
Die Barrier Screen wird auf den Monitor aufgelegt.