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Workshop
3D Perfect




Ich möchte hier die beste Möglichkeit beschreiben, ein 3D Lenticularbild zu machen.

Erstellen Sie eine Szene in einem 3D Programm Ihrer Wahl.
Verschieben Sie die Kamera in 10 (oder mehr) Schritten parallel zur Szene von links
nach rechts. Machen Sie je ein Bild. (Sie können dieses Verfahren sinngemäss auch
auf eine reale Studio Situation übertragen). Die Weite der Verschiebung sollte in
etwa der doppelten Objektbreite entsprechen. Dies ist ein Anhaltswert zur groben
Orientierung und muss von Ihnen verfeinert werden. Am besten ermitteln Sie die
optimale Distanz in einer Reihe von Versuchen. Speichern Sie die passende Szene
dann als "Null-Szene", in die Sie z.B. eine Dummy-Box, die nicht mitberechnet wird,
zur Markierung des nutzbaren Bildraums stellen. Zukünftig bauen Sie Ihre Szenen
immer im Raum dieser Box vor der animierten Kamera auf. Dann passt es
- so machen wir es jedenfalls. Abweichend von meiner Empfehlung, ist die richtige
Distanz zwischen den Aufnahmen auch von Kamerabrennweite, verwendeter Folie
und Bildgrösse abhängig. Feinere Folien und grössere Bilder vertragen weniger Winkel
... Sie müssen das einfach ausprobieren. Ziel ist, dass das Resultatbild bei guter Tiefe
einen ruhigen Eindruck macht und die Augen nicht überfordert. Ein zu grosser Abstand
zwischen den einzelnen Bildern führt zu einem für den Betrachter sehr "anstrengenden"
Lenticularbild.

Berechnen Sie die Bilder mit aufsteigender Nummerierung in Überbreite.
Die Bildfolge (für ein späteres Hochformat) wird wie unten gezeigt aussehen.
Das Objekt verschiebt sich von rechts nach links durch den Bildraum.



Diese Bilder sind so für ein Lenticularbild noch nicht geeignet und müssen
"synchronisiert" werden. Der Objektmittelpunkt (in unserem Fall die senkrechte Achse
durch den Turm) muss in allen Bildern an gleicher Stelle liegen. Es kann letztlich also
nur eine Schnittmenge aus allen Bildern für das endgültige Lenticularbild genutzt
werden. Objektteile, die nicht in allen Bildern vorhanden sind
(links und rechts), fallen
weg.



Die Synchronisierung machen wir mit unseren 3D FotoTools
(ist im Lieferumfang von
3DZ EXtreme enthalten).

Step by Step Anleitung:
Alle Bilder der Sequenz sollten aufsteigend nummeriert in einem Verzeichnis liegen.
Die Programmeinstellungen in den "3D Options": "Lenticular", "Stitch", "Show Images"



- laden Sie mit "Open Directory" den Inhalt des Verzeichnisses in den Editor.
- klicken Sie auf das erste Vorschaubild ganz oben in der Übersicht.
- fahren Sie mit der Maus in das grosse Vorschaubild (es öffnet sich eine Zoomdarstellung)
und setzen Sie eine Markierung auf einen eindeutigen Punkt, der später auf Bildebene
liegen soll. Wir haben im Beispiel die vordere Kante des Turms gewählt. Alle Objektteile
hinter diesem Punkt werden in der Tiefe des Bildes liegen, alle Teile davor werden aus dem
Bild herausragen. Sie können die Zoomdarstellung von "Smart" auf "Pixel" umstellen.
Der höhere Kontrast der Pixel Darstellung kann das Setzen der Markierungen erleichtern.



Nach dem Setzen des ersten Punktes wird der Schalter "Auto Shift" gelb und aktiv.
Alle Bilder sind jetzt an gleicher x,y Stelle markiert - aber noch nicht an der von uns
gewünschten Stelle (abgesehen vom ersten Bild, dessen Markierung uns als "Pilotpunkt"
für die folgenden Schritte dient).

Machen Sie nun eine automatische Annäherung aller Punkte an die richtige Position.

Unterhalb des Zoomfensters sind die "Shift controls".
Unter der Scrollbar für x-Shift ein sehr schmaler Regler für Toleranz.



- stellen Sie den Tolaranzregler ein wenig nach rechte (ca 15%)
- klicken Sie "auto"

Eine Bilderkennungsfunktion sucht nach Übereinstimmungen in den Bildern und versucht
alle Markierungen an die richtige Stelle (entsprechend der Markierung in Bild #1, an die
senkrechte Turmkante) zu setzen. Evtl. müssen Sie es nach veränderter Toleranz-
einstellung ein paar mal versuchen, bis es gut passt.

- klicken Sie auf das erste Vorschaubild und ... legen Sie die Maus aus der Hand
- zur Feinjustierung geht es jetzt per Tastatur weiter.

- drücken Sie die Taste "+" um ein Bild nach vorn zu gehen
Das Zoomfenster zeigt den Bereich des zweiten Bildes in dem jetzt die Markierung liegt.
Mit der Taste "a" können Sie den Punkt nach links verschieben, mit "s" nach rechts.
Schieben Sie den Punkt genau auf die Turmkante.

- gehen Sie mit "+" zum nächsten ... bis zum ... letzten Bild ... und richten Sie für
alle Bilder die Synchron-Punkte ein.

Die Taste "-" bringt Sie für Korrekturen ein Bild zurück.
Leichte Abweichungen (1 Pixel) in der Position sind nicht tragisch und fallen im späteren
Resultatbild nicht auf.

Wenn Sie die Bilder in einem 3D Programm berechnet haben, brauchen Sie nur die bis
hier hin beschriebene horizontale Anpassung vorzunehmen. Bei Aufnahmen mit einer
realen Kamera kann auch eine vertikale Synchronisierung notwendig sein. Verfahren Sie
dann sinngemäss, nur dass Sie dann auch die Tasten "w" und "y" für rauf und runter
brauchen.



Nachdem alle Punkte richtig gesetzt sind, klicken Sie auf den immer noch gelben
"Auto-Shift" Schalter. Alle Bilder werden dadurch entsprechend ihrer Markierung
zum ersten Bild der Sequenz synchronisiert.
"Auto Shift" wird wieder grau und alle
Turmkanten liegen jetzt in allen Bildern an gleicher x/y Position. Überzeugen Sie sich,
indem Sie "anim preview" klicken.

Im nächsten Schritt werden die Bilder beschnitten.
Schalten Sie dazu unter den "3D Options" von "Stitch" auf "Cut".



Verändern Sie mit den Scrollbars rund ums Bild die Grösse und Position
des Beschnittrahmens. Die linke obere Scrollbar ist dabei für die Rahmengrösse
zuständig, die rechte obere und die rechte senkrechte Scrollbar für die Rahmenposition.



Wenn Sie es präziser haben wollen, dann können Sie unter den "3D Options" im
Eingabefeld für "Output aspect" das gewünschte Seitenverhältnis für das Resultatbild
eintragen und auf "Fit" klicken. Der Beschnittrahmen richtet sich in seiner Grösse
automatisch nach dieser Vorgabe. Sie müssen ihn nur noch an die gewünschte
Position verschieben. Eine senkrechte Linie genau in der Mitte des Rahmens markiert
die Mitte Ihres Bildes. Im Beispiel die Kugel auf der Turmspitze.

Jetzt könen Sie das Resultat berechnen lassen ("render result").
Die Bilder werden so aussehen.
.


Laden Sie die synchronisierten und beschnittenen Bilder in 3DZ EXtreme und berechnen
Sie das Lenticularbild wie üblich zur gewünschten Grösse.


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