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Workshop
3D Lenticularbild mit 3DZ EXtreme




Ein 3D Lenticularbild besteht aus einer Sequenz von 6 - 12(+) Bildern.
Weniger Bilder verschlechtern in aller Regel das Resultat.
Mehr ist möglich und gut, wenn Folie und Ausgabegerät es zulassen.
Mehr Frames und/oder höhere LPI Werte erhöhen die Pixelinformations-Dichte
(ppi) der Resultatbilder, die dem entsprechend hoch aufgelöst gedruckt werden
müssen. 1200 ppi (= 4800 dpi) ist derzeit ein guter Standard bei Tintenstrahl-
Druckern.

Aufnahmetechnik
Ein typischer Weg die Quellbild-Sequenz zu erzeugen ist:

- Stellen Sie eine Kamera auf ein Stativ.
- Stellen Sie das zu fotografierende Objekt auf einen Drehteller.
- Machen Sie eine Aufnahme, drehen Sie den Teller 0,5 - 1 Grad im Uhrzeigersinn.
- Machen Sie eine weitere Aufnahme.
- Drehen und fotografieren Sie 10 solche Schritte.

Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass sich die Objektteile, die weit vorn oder
weit hinten im Bildraum sind, relativ stark drehen. Diese Drehung entspricht eher
einer 3D Animation als einer statischen 3D Aufnahme. Es kommt auf den Einzelfall
an, ob dieser Effekt akzeptiert werden kann oder nicht.

Ein alternatives Verfahren wäre:
Verschieben Sie die Kamera parallel zu Ihrer Szene immer ein wenig weiter
und machen Sie je eine Aufnahme (auch hier 10 Schritte von links nach rechts).
Nachteil dieser Technik ist, dass Sie nur eine Schnittmenge der Bilder benutzen
können, Sie müssen also einen ausreichenden Überschuss an Pixeln in der Breite
haben, was bei Digitalfotos für grössere Formate zu eher kleinen Quellbildern führt.
Eindeutiger Vorteil dieser Technik ist aber, dass 3D Lenticular Bilder, die auf diese
Weise entstanden sind, die geringsten räumlichen Verzerrungen haben.


Natürlich können Sie Ihre Bilder auch virtuell in einem 3D Programm oder auf
andere beliebige Weise machen, solange Sie den oben beschriebenen Prinzipien
folgen. Der richtige Abstand von Schuss zu Schuss ist von vielen Faktoren
abhängig. Brennweite der Optik, Nähe zum Objekt, Grösse des Objektes, ...
Regel ist, dass je näher Sie "dran sind", der Abstand zwischen den Aufnahmen
umso kleiner sein muss. Für ein Portrait mit 35 mm Brennweite wäre ein Abstand
von 1 cm eine gute Ausgangsbasis.
Wenn Sie Tests machen, dann fotografieren Sie einfach 20 oder 30 Bilder und
entscheiden später, ob Sie jedes Bild oder jedes 2. oder 3. nehmen. Auf keinen
Fall sollten Sie die Tiefe durch zu grossen Abstand zwischen den Aufnahmen
überziehen. 3D Lenticularbilder mit zu grossen Bild-Abstand mögen zwar relativ
tief wirken, sie "vergewaltigen" aber die Augen. Es kommt kein guter Raumeindruck
zustande.


Linsen
3D Lenticularlinsen zeichnen sich durch einen kleinen Winkel aus,
um grosse räumliche Tiefe auch bei grösserem Betrachtungsabstand zu erhalten.
Die Linse liegt immer senkrecht, so dass das linke Auge ein anderes Bild sieht
als das rechte (so entsteht der 3D Effekt). Es ist von grösster Bedeutung für die
Qualität eines Lenticular-Bildes, den Linsensabstand genau zu kennen. D
eshalb
muss der LPI Wert (Linsen pro Inch) unabhängig von Herstellerangaben immer
durch einen Pitchtest bestimmt werden.


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