"Wir hatten DRUPA" und mit der Messe kamen neue Maschinen,
neue Kunden und
neue Probleme, die doch eigentlich die alten Probleme
in aktualisierter Form sind.
Ich möchte darum nun Ihren Blick für einen der wichtigsten Punkte
in
der digitalen
Druckvorstufe
schärfen:
Die Skalierung der Quelldaten auf die
Grösse
der
Print-Auflösung.
Weiter unten finden Sie den Download zu einem kleinen Programm (PC, Windows),
das
die Skalierungsfehler veranschaulicht, die typischerweise in der digitalen
Druck-
vorstufe entstehen. Die Basis ist ein abstrahiertes Interlacing von schwarzen und
weissen Bildern,
ähnlich wie es beim Pitchtest gemacht wird. An dieser Struktur
sieht
man Fehler am besten.
In der Praxis beeinträchtigen die hier sichtbaren Fehler
die
Resultate entsprechend.
Schritt für Schritt Anleitung
1. LPI
Geben Sie
den optischen Pitch Ihrer Folie ein.
2. Frames
Geben Sie ein, aus wie vielen Bildern Ihr Interlacing bestehen soll.
3. Source PPI
Sie erhalten eine Anzeige über die Auflösung in ppi (Pixel per Inch),
so wie sie sich aus den bisherigen Einstellungen ergibt.
Das Lenticularbild
müsste optimalerweise mit genau dieser Auflösung gedruckt werden.
4. Quality - Interlaces Source
Gedruckt sähe es dann aus, wie die Abbildung zeigt.
Das elementare Problem ist, dass weder Inkjet Drucker noch CTP Prozesse
Bilder mit einer so "krummen" Auflösung ausgeben können.
Das Interlacing muss also zur Auflösung des Ausgabegeräts skaliert werden.
5. Output PPI (not DPI !)
Geben Sie hier den Wert der Auflösung Ihres Ausgabegerätes ein.
Beachten Sie dabei , dass ppi nicht gleich dpi ist. Der ppi Wert ist bei Inkjet Druckern
normalerweise = dpi geteilt durch Anzahl der
Farben und bei Belichtern = dpi Wert
geteilt durch Anzahl der Laserdots aus denen eine einzelne
Rasterzelle
aufgebaut wird.
6. "Quality - Print"
Das ist die Darstellung des Interlacings nach Skalierung auf die Output Auflösung.
Sie sehen, dass die Struktur nicht mehr regelmässig, sondern voller Störungen ist.
Durch die Grössenänderung war das Programm "gezwungen", Pixel hinzu zu fügen
(oder weg zu nehmen), was mit einer in Abhängigkeit vom Skalierungsfaktor liegenden
Periodizität erfolgt ( = Streifenbildung).
7. Resample Smart
Aktivieren Sie die Checkbox "Resample Smart" um eine intelligentere Form der
Interpolation zu wählen. Auch wenn das Resultat dann glatter aussieht, enthält es
immer noch die gleichen Fehler. Die Skalierung findet "smart" auf Sub-Pixel Ebene
statt, was nichts anderes bedeutet, als dass nicht mehr nur die Pixelanzahl
sondern
auch die in ihnen enthaltenen Farbwerte (und damit die von den Pixeln transportierten
Bild-Inhalte)
verändert
werden. Die damit verbundene Verflachung der Farbbrillianz
ist meist allerdings leichter zu ertragen, als scharfe
"Kratzer" im Bild.
8. Black and White
Wenn Sie die Checkbox "Black and White"
abschalten, sehen Sie die Folgen
der Interpolation auf die im Interlacing enthaltenen Farben.
Diese Programm kann Ihnen helfen, die optimalst mögliche Abstimmung
zwischen Lenticularfolie, Anzahl der Frames und Druckauflösung
zu finden.
Suchen Sie dazu einfach die Kombination der Variable, die im Rahmen
der Möglichkeiten Ihres Projekts, Ihrer Materialien und Maschinen zum
subjektiv gleichmässigsten Resultat führt.
Erwarten Sie aber kein 100%
Ergebnis. Das gibt es nämlich nicht.
Hier (15 MB) ist der Download für alle, die noch kein 3DZ Programm installiert
haben.
Es enthält neben dem beschriebenen Programm auch den kompletten
3DZ Grafik-System-Hintergrund. Wenn der Grafik
Hintergrund
einmal installiert
wurde, brauchen Sie in Zukunft
immer nur die ausführbare Datei
downloaden.
Hier (13 KB) ist die ausführbare Datei für alle, die bereits 3DZ Lenticularsoftware
installiert haben. Entpacken Sie das zip-Archiv in ein beliebiges Verzeichnis
auf Ihrem 3DZ Rechner
und starten Sie das Programm.
Hinweis
Ich bitte noch einmal um Ihre Aufmerksamkein für Lenticular Master.
Nie wieder Pitchtest drucken. Mehr Infos ...
3DZ EXtreme
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